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Es werden Posts vom April, 2023 angezeigt.

Abschied vom Grossen Kaukasus; Kutaisi und der Kraftort Gelati

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Mestias Bergwelt (siehe Video zum Mestia Cross) ist tatsächlich lohnenswerter als d er Ort an sich. Für uns bleibt die Frage, ob sich die nervenaufreibende und materialfordernde Bergfahrt gelohnt hat. (Einmal ist bspw. Kati (unsere KTM) aus der Verzurrung rausgesprungen.) Kutaisi heute hat uns mit ihrem Charme erreicht: heimliche Kulturhauptstadt mit Oper, Theater, Kino, Markhalle/Basar, wo neben Großmarktverkäufern und Marktschreiern auch die alte Bäuerin ihre 3 geschlachteten Hühnern und 50 Eier anbietet, von denen wir 10 bekommen haben; die beeindruckende Bagradi-Kathedrale, die zurecht ihren Weltkulturerbe-Status wegen eines wirklich häßlichen, monströsen Liftanbaus verloren hat. Dafür finden innen orthodoxe Hochzeiten im Fließbandtakt statt, während Besucher umherspringen und Gläubige ihre Heiligenbilder küssen, der Hochzeitsfotograf wie ein Paparazzi mitten durch die Szenerie tobt (wer weiß, ob die Kraft des Ritals so noch Wirkung entfalten kann?). Trotzdem extrem beeindruckend. ...

Martvili Canyon und Mestia am Ende der Bergwelt

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  Bei Martvili gibt es einen beeindruckenden Canyon, der mit einem Wasserfall beginnt und sich in die Landschaft eingeschnitten hat. In seinem Auslauf ein schattiger Picknickplatz auf einer Kuhwiese. Wir sind weiter nach Mestia, ein Bergort auf ca. 2500 m mit 2000 EW inmitten der Schneeberge mit Lift und Skitourismus im Winter. Die Fahrt hierauf ist nichts für schwache Nerven. Die größte Mutprobe war ein einspuriger Fahrbahnabschnitt am Überhang, bei dem ein Teil der talseitigen Fahrbahn abgesackt ist und es sogar schon eine Hinterschneidung gab. Uns kam ein ächzender ehemaliger Militärlaster, schwerbeladen mit riesigen Stämmen, entgegen. Danach war die Schlaglochspur für uns frei. Sie hat gehalten. Hoffentlich auch morgen noch,wenn wir dort wieder runterfahren.🙈 Wir sind an einem riesigen Stausee hochgefahren. Die Staumauer (einer der größten der Welt) liegt auf Georgischen Gebiet, das Kraftwerk auf Abchasischem. Mit 1,3 GW liefert es etwas die Hälfte des Stroms in Georgien. Waru...

Gomi mit reichlich Begegnungen

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4 Nächte waren wir jetzt in Gomi und haben die ersten 26.°C-Tage erlebt. Alles ist in frischem Grün, der Boden ist fruchtbar und saftig. Am Horizont grüßt der teils schneebedeckte kleine Kaukasus. Es Blüht die Calla, der Blauregen, Rhododendron, Rosen, die sattgrünen Kuhwiesen sind gesprenkelt von Butterblumen. An einem der Abende hat der Campgärtner Heiko abgefischt und zum Saufen (selbstgemachten Wein) mitgeommen. (Widerworte zwecklos) Der Eindruck der einfachen Lebensweise, zusammen mit Vater und Bruder war eindrücklich und gleichzeitig bedrückend.Die Kommunikation lief ausschließlich über Hände, Füße, Trinksprüche und das Liedgut. Gestern auf dem fußläufigen Rückweg vom Dorfladen, wurden wir spontan von dem Kuhhirten (der früher mal auf dem Schiff auch in Emden gearbeitet hat), spontan in sein Haus gebeten worden. Es gab keine gemeinsame Sprache aber er und seine Frau haben in Windeseile den Tisch reich gedeckt mit: Kuchen, Chatschapurie, hausgemachtem Wein, ChaCha (Tresterbrand), ...

Tempo raus!

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Nun fühlen wir uns wirklich angekommen in Georgien. Kein Ziel mehr vor Augen, sondern ein bisschen im Sein angekommen auf dem Campingplatz Dumbo eco camp ⛺️ zwischen Batumi und Kutaisi. Zeit für Wäsche waschem, Bücher lesen, Klarinette spielen, die Sonne und die Wärme genießen, Aussendusche nutzen, Motorradausflug, Flusswanderung und erste Leute kennen lernen: Schalke-Fan, die Brüder, die an KTM interessiert sind, die Ukrainerinnen, die uns mit Bortsch und Kuchen beschenkt haben, Marie, die den Platz verwaltet und uns die Restaurant-Tipps gibt. Funkel ist auf dem Bild innen (auf dem Platz) und die Schweine laufen aussen auf dem Weg vorbei. Irgendwie verkehrte Welt… ebenso, dass sie den 10 kg schwereren Rüden der Ukrainerinnen das Laufen beibringt.🙈 Dies ist eine georgische Gasdruckregelanlage in der Ortsmitte. Glücklicherweise sind die Winter hier kurz. Und unsere heutige Erkenntnis: Rost ist kein Hindernis für Funktion.

Güle Güle Türkei, gamardshoba Georgien

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Gestern sind wir nach einem Stop in Sinop (Türkei) nun endlich in Georgien nach über 4800 km angekommen. In Sinop, ein Ort auf einer Schwarzmeer-Halbinsel, haben wir in einem 8 stöckigen (davon 2 Kellergeschösschen) „Kaufhaus“ all unsere fehlenden Reiseutensilien gefunden (Milchkännchen, Zollstock, Anspitzer, USB auf USB-C Adapter, Teppich- und Allzweckbürste, …). Wir hätten uns sogar in der Türkei-Abteilung mit Wahlkampffähnchen oder mit Miderwaren, Kettensaäge oder Hundefutter ausstatten können. Der Grenzübertritt nach Georgien, war der einzige den es gibt. LKW-Fahrer warten gewöhnlich 3 Tage. Das zerreißt mir das Herz. Warum können sich die schwächsten in der Logistikkette nicht durchsetzen und lassen das mit sich machen? Auf der georgischen Seite wartet dann ein Heerschaar von Menschen, die auf ihre Busse warten oder und eine Versicherung verkaufen wollen. Inzwischen haben wir echte Laris und eine georgische Telefonnummer und unser Auto sowie das Motorrad sind auch versichert. Unse...

Sinop am schwarzen Meer

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Die Fahrt durch die Türkei an der Schwarzmeerküste zieht sich. 3333.3 km haben wir hinter uns gelassen. Inzwischen sind es sogar 4141,4 km bis Sinop. Mehr als 300 bis 400 km sind im Hellen pro Tag nicht zu machen. So ergeben sich 4 bis 5 Tage durch die Türkei. Je weiter wir am Meer entlang fahren, desto kleiner werden die Straßen. Im Landesinneren sind sie in der Regel mindestens 4-spurig. Gestern gab es fast den ganzen Tag Gewitter. Viele Blitze, wenig Donner und ganz viel Regen. Die Fahrt versüßen wir uns mit 38 h Nino Haratischwili.. das achte Leben. Eine sehr bewegende Einstimmung auf das Leben und die jüngste Historie von Georgien. Der Verkehr in Istanbul ist der Wahnsinn. Heiko war mit dem Motorrad auf Erkundungstour. Unbelievable … Jeder Roller hat einen Rohrrahmen-Rundumschutz und die Fahrer eine Kombination aus dem Feingefühl einen Gabelstaplerfahrers der bei Wetten Dass einen Faden in eine Nähnadel einführt und dem Mut eines Wikingers. Nach 10 km kann man aber schon einiges g...