Martvili Canyon und Mestia am Ende der Bergwelt

 

Bei Martvili gibt es einen beeindruckenden Canyon, der mit einem Wasserfall beginnt und sich in die Landschaft eingeschnitten hat. In seinem Auslauf ein schattiger Picknickplatz auf einer Kuhwiese.

Wir sind weiter nach Mestia, ein Bergort auf ca. 2500 m mit 2000 EW inmitten der Schneeberge mit Lift und Skitourismus im Winter. Die Fahrt hierauf ist nichts für schwache Nerven. Die größte Mutprobe war ein einspuriger Fahrbahnabschnitt am Überhang, bei dem ein Teil der talseitigen Fahrbahn abgesackt ist und es sogar schon eine Hinterschneidung gab. Uns kam ein ächzender ehemaliger Militärlaster, schwerbeladen mit riesigen Stämmen, entgegen. Danach war die Schlaglochspur für uns frei. Sie hat gehalten. Hoffentlich auch morgen noch,wenn wir dort wieder runterfahren.🙈

Wir sind an einem riesigen Stausee hochgefahren. Die Staumauer (einer der größten der Welt) liegt auf Georgischen Gebiet, das Kraftwerk auf Abchasischem. Mit 1,3 GW liefert es etwas die Hälfte des Stroms in Georgien. Warum er im Frühjahr ca. 50 m unter der oberen Füllhöhe liegt, war nicht nachvollziehbar. (Gletscher liefern zuwenig Wasser wegen Klimawandel?, Sanierungsarbeiten?, politische Querelen?..) Es gibt sehr viele Sägewerke, die einen unwiederbringlichen Raubbau an der Natur betreiben. Alles was über ist, geht in den Fluß.

In Mestia müssen wir uns sehr zusammenreißen, um die Schönheit der Natur im Fokus zu halten um uns nicht abzulenken von dem Müll, der an den Fluß gekippt wird, an den offenen Dächern unter wunderschönen Häusern (wie auch hier die Post und das Information Center) oder den offenen Stromanlagen, zugänglich für jeden Menschen, jedes spielende Kind oder umherstreuende Tier.

Morgen geht es auf eine Wanderung in den Bergen von Mestia, wenn uns das Wetter hold ist.










3 PS mit Transportsattel in flottem Trab, hinter den Minipickups … angebunden…
Mehrheitlich fahren die Menschen hier übrigens mit Rechtslenker!?

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