Bojormi; die neue Seidenstraße und Abschied von Georgien
Von der Hauptstadt Tbilisi ging es wieder über Kutaisi zur dort in der Nähe liegende Teeplantage. Eine Baltische Gruppe von jungen Leuten reanimierte eine dort verwilderte Teeplantage zu einem Ökoprojekt. Ein sehr schöner Ort und interessantes Projekt. Unterstützt wird es indem man dort Teepflanzen adoptieren kann. Zwischen den Teepflanzen stehen nun überall Schilder der Paten. Man kauft dort seinen Tee bereits im Vorfeld (renegadetea.com) so dass davon angebaut werden kann. Bestellt werden kann bis 15.5.2023 auch ohne eigene Pflanzen. Dann erst wieder 2024.
Vom Tee ging’s zum besonderen georgischen Wasser nach Borjomi.
Der Weg führt über die Tbilisi und Kutaisi verbindende Strasse, die aktuell Autobahnartig ausgebaut wird.
Dieses Bauprojekt war spektakulär in jeder Hinsicht. Wie sie die Berghänge abgetragen und abgesichert haben, wie der Verkehr durch die Baustellen geführt wird, wie ein LKW aus vollem Verkehr auf der Haupstraße hupend und blickend plötzlich die Seiten wechselt und in einer Baustelleneinfahrt verschwindet, welche Brückenteile dort bewegt werden und von wem die Brücke gebaut wird: Es waren unterwegs immer wieder riesige Containerdörfer mit Chinesischen zumindest asiatischen Schriftzeichen. Auch die Brücken und Tunnelabschnitte wurden in diesen Schriftzeichen nummeriert.
Unsere Recherche hat ergeben, dass die Chinesen (Hualing-Gruppe) dies als Teil ihrer Seidenstraße ansehen und sich dort engagieren. Georgien soll eine Drehscheibe für die chinesischen Waren werden. Da ist Knauf und Heidelberg-Zement in Georgien nur ein Fliegenschiss.
Borjomi-Wasser ist aus Heilquellen, die von einem russischen Soldaten entdeckt wurde. Es war die erste Heilwasserquelle auf sowjetischem Boden. Borjomi Sprudelwasser kann man unter anderem in Hildesheim beim Georgier trinken. Dem Wasser wird besondere Heilkraft nachgesagt und wir haben unseren Camper bin unters Dach damit vollgepackt (soweit die Kapazitäten nicht schon mit Wein gefüllt waren). Selbst an die Quellen am Straßenrand haben wir die leeren Flaschen gefüllt.
Von Borjomi ging es dann nach 20 Tagen zurück in die Türkei. Die Türkei hat uns mit 4-spurigen megaebenen Straßen empfangen, die wir lange Strecken alleine befahren haben.
Hier sieht man die Elastizität von Stahl einer Gasleitung nach einem kleinen Hangrutsch. :-) 🙈
In den „Käfigen“ klettern die Arbeiter mit schwerem Bohrgerät.
Schweinetransport auf georgisch…
Letzter Blick nach Georgien mit der europäischen Flagge neben der georgischen. Der zunächst geplante Grenzübergang war gesperrt wegen eines Trafoschadens der Türken. Mit unserem Bordstrom wollten sie sich nicht helfen lassen. Also 150 km Umweg zum nächsten Grenzübergang über Straßen, die mit teils über halb Meter tiefen Schlaglöchergruppen „glänzten“.














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