Gomi mit reichlich Begegnungen

4 Nächte waren wir jetzt in Gomi und haben die ersten 26.°C-Tage erlebt. Alles ist in frischem Grün, der Boden ist fruchtbar und saftig. Am Horizont grüßt der teils schneebedeckte kleine Kaukasus. Es Blüht die Calla, der Blauregen, Rhododendron, Rosen, die sattgrünen Kuhwiesen sind gesprenkelt von Butterblumen.

An einem der Abende hat der Campgärtner Heiko abgefischt und zum Saufen (selbstgemachten Wein) mitgeommen. (Widerworte zwecklos) Der Eindruck der einfachen Lebensweise, zusammen mit Vater und Bruder war eindrücklich und gleichzeitig bedrückend.Die Kommunikation lief ausschließlich über Hände, Füße, Trinksprüche und das Liedgut.

Gestern auf dem fußläufigen Rückweg vom Dorfladen, wurden wir spontan von dem Kuhhirten (der früher mal auf dem Schiff auch in Emden gearbeitet hat), spontan in sein Haus gebeten worden. Es gab keine gemeinsame Sprache aber er und seine Frau haben in Windeseile den Tisch reich gedeckt mit: Kuchen, Chatschapurie, hausgemachtem Wein, ChaCha (Tresterbrand), Gurke, Salz, chai-Tee, süßes Brot) Wir durften/mußten von allem reichlich probieren und wurden dabei streng kontrolliert.

Die Schattenseite war der Tisch hinter dem Esstisch auf dem eine Art Schrein errichtet war. Bereits auf dem Friedhof fielen uns beinahe lebensgroße Bilder auf einem Grab auf. Es waren die Bilder der beiden Kinder unserer Gastgeber. Tochter und Sohn sind 2019 bei einem tragischen Autounfall um Leben gekommen.

Nahezu vollständig abgefüllt haben wir uns mit einer Umarmung verabschiedet und sind in die feucht fröhlichen Runde am Campfeuerplatz reingestolpert: zwei Münchener Motorradfahrer mit Ihren BMW F800 in ihrer 3-monatigen Auszeit und einem deutsch rumänischen Paar sowie unseren Ukrainerinnen.

Heute kam Vasco, ein Georgier, mit klarem Statement auf seinem Auto: "Russia is occupant!"

Auf der heutigen Fahrt zum Martvilli-Canyon haben wir uns vorbeigeschlängelt an 100en Kühen, Schweinen, Ziegen und Hunden usw. Die haben übrigens alle ein Zuhause, übernehmen aber tagsüber die Landschaftspflege. Großartig, wenn man bedenkt, wie das Vieh bei uns so leben muß.

In Martvilli, haben wir übrigens das erste Mal ein Restaurant gefunden und haben göttlich gespeist inkl. Orange Wein, den uns der Nachbartisch spendierte. An unserem wilden Übernachtungsplatz hat uns und insbesondere Funkel eine Hundehorde empfangen. Bei 9 haben wir aufgehört zu zählen.










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