Vesuv & Pompeji, Bologna & Ducati, Gardasee & Geheimtipp
Unsere Auszeit neigt sich dem Ende entgegen und so bewegen wir uns stetig gen Norden. Vorgestern um 9:15 Uhr ein sehr, sehr wichtiger Termin in Bologna: Werksbesichtigung bei Ducati… Ein besonderer Geist in der Produktion - 90 % der Komponenten/des Materials für die Ducati-Motorräder stammen aus Italien. Auch bemerkenswert (zumindest aus weiblicher Perspektive): An den empfindlichsten Schnittstellen der Motorenproduktion setzt Ducati Frauen ein - das fällt direkt (und angenehm) ins Auge. Diese besondere Präzision der Frauenhände ist angeblich belegt, zumindest in der wirtschaftlichen Auswertung und vielleicht ist die weibliche Note innerhalb der Produktion auch beim Fahren spürbar…?
Nach Bologna weiter Richtung Norden - der Gardasee liegt passend auf dem Weg. Doch nach einer Nacht dort, einer morgendlichen Laufrunde am (nicht um den;-) See und anschließender Abkühlung im klaren Wasser vor dieser wunderbaren Bergkulisse waren wir uns einig: zu viele Deutsche; das ist ja schon beinah wie Zuhause;-).
Und so sind wir für die letzten 3 Tage am Caldonazzo-See im Trentino gelandet, auch von Bergen umsäumt, klares Wasser und angenehm beschaulich. Noch eher ein Geheimtipp. Zwar gibt es keine Katzen für Funkel, aber kurvige Bergstraßen für Heiko mit Kati und ein herrliches Paddelrevier für den Rest der Truppe.
Jetzt haben wir (noch südlich von Neapel liegend) Pompeji ganz vergessen! Da haben wir natürlich auch Halt gemacht: Für den Hund gab es einen sicheren Schattenplatz und wir waren für ein paar Stunden in einer ganz anderen Welt unterwegs. Das ist schon eine besondere Ruinenstadt mit dem furchtbaren Hintergrund des Vulkanausbruches 79 n. Ch. Diesem gewaltigen Ascheregen ist es zu verdanken (na, der Ausdruck scheint nicht wirklich angebracht), dass diese antike Stadt zu Füßen des Vesuvs mit ihren Straßen, Plätzen, Häuschen, Villen, Läden, Theatern, Freudenhäusern etc. von uns heute in dieser beeindruckenden Größe erfahren werden kann.
Große Freude haben wir auch an Goethes italienischer Reise, die wir auf den Autofahrten hören. Er beschreibt u.a. den Besuch des Kegels des Vesuv. Es ist eine helle Freude mitzufühlen mit welchem Interesse er an der Lava Risiken eingeht, sich mit 64 Jahren an dem Gürtel seines Führers hängt und die Speipause des Vulkans nutzt, um schnell einen Blick auf die Lava zu erhaschen. Völlig eingestaubt kommen die beiden wieder zurück und Goethe freut sich wie ein kleines Kind. Er verschiebt sogar die Abfahrt aus Neapel… Wer nach Italien fährt sollte sich das Buch vorlesen lassen … herzallerliebst …


















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